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Zuchtordnung 

Deutscher Langhaar Whippet Club e.V.

DLWC

 

Inhaltsübersicht

1.      Allgemeines

2.      Grundlagen

3.      Zwingername

4.      Voraussetzung zur Zuchtverwendung

5.      Zuchtbestimmungen

6.      Der Wurf

7.      Wurf- und Zuchtstättenkontrollen

8.      Kennzeichnung

9.      Administrative Verpflichtungen

10.    Organisation

11.    Sanktionen

12.    Einsprüche

13.    Gebühren

14.    Änderungen der Zuchtordnung (ZO)

15.    Übergangsbestimmungen

16.    Ausnahmen

17.    Schlussbestimmungen

 

1. Allgemeines

Mit der nachfolgenden Zuchtordnung soll die Zucht von Langhaar Whippets/Longhaired Whippets geregelt und deren Erhaltung und Gedeihen gewährleistet werden. Allen Züchtern wird nahegelegt, als Zielsetzung folgenden Maßstab zu verwenden:

Gesundheit

Wesen

Schönheit

Erbliche Defekte und Krankheiten werden vom DLWC erfasst, bewertet und planmässig züchterisch bekämpft.

2. Grundlagen

Alle Züchter, Eigentümer von Deckrüden und Vereinsmitglieder sind verpflichtet, die nachfolgenden Bestimmungen zu kennen und einzuhalten.

3. Zwingername

Der Zwingername wird beim DLWC beantragt und von Diesem geschützt. Jeder zu schützende Zwingername muss sich deutlich von bereits für diese Rasse vergebenem Zwingername unterscheiden. Er wird dem Züchter zum streng persönlichen Gebrauch zugeteilt.

Auf die weitere Benutzung eines Zwingernamens kann jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Zuchtbuchamt verzichtet werden. Jedoch darf dem Inhaber für die gleiche Rasse kein anderer Name geschützt werden.

Der DLWC führt  über die von ihm geschützten Zwingernamen Nachweis. Wenn mehrere Rasseclubs dieselbe Rasse betreuen, darf nur Zwingernamensschutz erteilt werden, wenn sichergestellt ist, dass der oder die anderen Vereine den Namen nicht geschützt haben. Gebühren dürfen nur von dem Verein erhoben werden, der den Namen einträgt. Die vom Erstverein geschützten Zwingernamen haben Bestandsschutz. Der Zwingernamenschutz erlischt, wenn von dem Rasseclub nicht anders geregelt beim Tode des Züchters, sofern der Erbe nicht die Übertragung des Zwingernamens auf sich beantragt.

Zwingernamen werden bis zu 10 Jahren nach dem Tode des Züchters nicht an andere Züchter vergeben. Während dieser Zeit können Erben oder Nachkommen des Züchters die Übertragung des Zwingernamens noch beantragen. Übertragungen sind nur durch Erbfolge oder entsprechende, von den Rassevereinen zu genehmigende, vertragliche Regelungen möglich.

In Ahnentafeln aus dem Ausland übernommener Hunde werden nur die dort geschützten Namen und nicht zusätzliche Zwingernamen eingetragen.

Jeder Züchter darf, unabhängig von der Mitgliedschaft in verschiedenen Rassevereinen im In- und Ausland, nur einen einzigen Zwingernamen führen.

4. Voraussetzungen zur Zuchtverwendung

Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für alle Züchter von Langhaar Whippets/
Longhaired Whippets mit vom DLWC geschützten Zwingernamen, sowie für Eigentümer von Deckrüden, unabhängig davon, ob sie Mitglied des DLWC sind oder nicht.

Vor Erteilung der Zuchterlaubnis, muss die Zuchtstätte durch den DLWC begutachtet werden. Neuzüchter sind nötigenfalls zu beraten und auf bestehende Vorschriften bezüglich Zucht, Welpenaufzucht und Hundehaltung aufmerksam zu machen
(siehe 7. Wurf –und Zuchtstättenkontrolle).

Bei Erstzüchtern ist vor Zuchtbeginn ein "Züchterseminar" nachzuweisen!

Für Züchter, die aus einem rassevertretenden Verein als Züchter in den DLWC wechseln,
besteht eine einjährige Deckrüdensperre. Im 2. Halbjahr kann eine Ausnahmegenehmigung
durch den Vorstand erteilt werden. Diese gilt nur für die im DLWC stehenden Deckrüden,
nicht für die im Eigentum stehenden Deckrüden des Züchters der wechselt, oder Deck-
rüden außerhalb des DLWC mit entsprechender vom DLWC verlangter Qualifikation.

4.1 Langhaar Whippet/Longhaired Whippets, mit denen gezüchtet werden soll, müssen dem Rassestandard entsprechen und die Zuchtzulassungsprüfung (ZZP) bestanden haben. Sie müssen über einen MDR1- und CEA Gentest und einen DNA-Fingerprint verfügen und den Anforderungen an Wesen und Konstitution genügen.
Zur Zucht zugelassen sind folgende Paarungen des MDR1 und CEA Gendefektes:

MDR1 und CEA Status

In dieser Paarung zur Zucht zugelassen

Rüde:

Hündin:

Ja

Nein

+/+

+/+

X

 

+/-

+/+

X

 

-/-

+/+

X

 

+/+

+/-

X

 

+/+

-/-

X

 

+/-

+/-



X

-/-

+/-

 

X

-/-

-/-

 

X

4.2 Der Inzuchtkoeffizient (COI) ist vor einer geplanten Verpaarung beim Zuchtwart zu erfragen.

4.3 Trächtig importierte Hündinnen benötigen für den bevorstehenden Wurf keine Zuchtzulassung. Ihre Nachkommen werden ins Zuchtbuch eingetragen, sofern beide Elterntiere über eine vom DLWC anerkannte Abstammungsurkunde verfügen und in ihrem Land zur Zucht zugelassen sind. Der Wurf ist dem DLWC ordnungsgemäß zu melden und wird kontrolliert. Vor einer weiteren Verwendung haben diese Hündinnen die ZZP des DLWC zu bestehen.
Als Züchter gilt der Eigentümer der Hündin zur Zeit des Belegens. Nach der Eigentumsübertragung einer belegten Hündin gilt der neue Eigentümer als Züchter.
Ein/e Züchter/Zwingergemeinschaft darf grundsätzlich nur an einem Ort züchten.Bei Ortswechsel ist das Zuchtbuchamt zu verständigen. Andere Regelungen bedürfen der Genehmigung des Vorstandes. Zuchtverantwortliche bei Zwingergemeinschaften sind zu benennen.

4.4 Die Zuchtzulassungsprüfung (ZZP) ist für alle Langhaar Whippet/Longhaired Whippet, die zur Zucht verwendet werden sollen, obligatorisch. Mindestalter 12 Monate. Nachkommen von endgültig nicht zuchttauglich erklärten Hunden werden nicht ins
Zuchtbuch eingetragen und erhalten keine Abstammungsurkunde des DLWC.

4.5 Der DLWC führt pro Jahr wenigstens eine ZZP durch. Diese wird mindestens vier Wochen im Voraus per Mail oder Brief mitgeteilt. Einzel-ZZP sind auf schriftliches Verlangen möglich. Die Kosten gehen vollumfänglich zu Lasten des Gesuchstellers (siehe Gebührenordnung).Die im SLWC absolvierte ZZP wird in vollem Umfang vom DLWC anerkannt! 

4.6 Ablauf der ZZP: Zu jedem vorgeführten Hund ist das Original der Ahnentafel vorzulegen. Die Hunde müssen in guter Verfassung sein. Zum Zeitpunkt der ZZP hitzige
Hündinnen werden in Absprache mit dem Zuchtwart beurteilt.

Geprüft werden: - Exterieur und Wesen

4.7 Zuchtausschlussgründe:
Hunde, die hinsichtlich Formwert und Wesen erhebliche Abweichungen von den im Standard aufgeführten Merkmalen aufweisen oder bei denen entsprechende operative Korrekturen vorgenommen wurden, dürfen zur Zucht nicht verwendet werden. Unabhängig davon gelten als zuchtausschließende Fehler:

             ·         Vor- oder Rückbiss (Zangengebiss wird toleriert)

             ·         Fehlen von Zähnen. Es dürfen nicht mehr als 2 Prämolaren (P1, P2)
                       fehlen, wobei fehlende Zähne durch Unfall/Eingriff (tierärztl. Attest!)
                       nicht zählen.

             ·         Taubheit ein- oder beidseitig (angeboren)

             ·         Blindheit ein- oder beidseitig (angeboren)

             ·         Epilepsie

             ·         Kryptorchismus ein- oder beidseitig

             ·         Aggressivität und/oder extreme Ängstlichkeit, die über das
                       rassetypische Verhalten hinausgeht.

4.8 Formwertbeurteilung:
Der Formwert wird an der ZZP beurteilt (unter Umständen können auch Ausstellungsresultate in Frage kommen). 

4.9 Verhaltensbeurteilung:
Die Verhaltensbeurteilung wird von einer Person vorgenommen, welche über fundierte Kenntnis des Verhaltens des Hundes und der Rasse verfügt. Sie wird vom Vorstand in Absprache mit dem Zuchtwart bestimmt und entscheidet über das Resultat der Prüfung. Geprüft wird das Verhalten in friedlichen Situationen und unter alltäglichen Umweltbedingungen.
Von der Formwert- und Verhaltensbeurteilung wird je ein Bericht erstellt, aus welchem die Vorzüge und Fehler des Hundes klar ersichtlich sind. Die Berichte werden von den zuständigen, beurteilenden Personen, dem Besitzer und dem Zuchtwart unterzeichnet. Der Eigentümer des Hundes erhält das Original, eine Kopie verbleibt beim Zuchtwart. 

4.10 Resultate der ZZP:
Um die ZZP bestehen zu können, müssen sowohl die Formwert- wie auch die Verhaltensbeurteilung erfüllt sein!
Folgende Entscheide sind möglich:
Zuchttauglich: bei Rüden lebenslang, bei Hündinnen bis zum vollendeten 8. Lebensjahr
Zuchttauglich mit Vorbehalt: vorläufig nur für 1 Wurf (nach Beurteilung von mind. 50 % der Nachzucht (mit 1 Jahr) wird über die endgültige Zuchtzulassung entschieden) Zurückgestellt bis: nächste ZZP (nur einmal möglich!)
Zur Zucht nicht zugelassen!
Der Zuchtwart bescheinigt und bestätigt mit seiner Unterschrift, Datum und Clubstempel auf der Abstammungsurkunde, das Resultat der ZZP.

4.11 Gebühren der ZZP:
Die Gebühren der ZZP sind für jeden vorgeführten Hund zu entrichten, unabhängig davon, ob er zuchttauglich, zurückgestellt oder nicht zuchttauglich ist. 

4.12 Aberkennung der Zuchtzulassung:
Treten bei Nachkommen von den zur Zucht zugelassenen Hunden schwere Exterieurfehler, schwere Wesensmängel oder Krankheiten auf, können Elterntiere auf  Antrag des Zuchtwartes durch Vorstandsbeschluss von der Zucht ausgeschlossen werden.
Der Vorstand des DLWC ist befugt, die allenfalls nötigen veterinärmedizinischen Untersuchungen auf Kosten des Hundeeigentümers zu verlangen und die nötigen Fachleute beizuziehen. Der Eigentümer des Hundes ist vor der Beschlussfassung anzuhören.
Der Beschluss muss mittels eingeschriebenen Briefes und klar begründet dem Besitzer mitgeteilt werden. Während des Zuchtausschlussverfahrens darf der betreffende Hund nicht zur Zucht verwendet werden.

5. Zuchtbestimmungen (Vorschriften, welche die Paarung betreffen)

5.1 Grundsätzlich darf nur mit vom DLWC zur Zucht zugelassenen Hunden gezüchtet werden. Nachkommen von Elterntieren, die diese Bedingungen nicht erfüllen, werden in der Regel nicht ins Zuchtbuch eingetragen und erhalten kein Ahnentafeln des DLWC. Das Zuchtbuchamt kann auf Antrag des Vorstandes später Ahnentafeln ausstellen, sofern die Bedingungen nachträglich noch erfüllt werden.   

5.2 Die Eigentümer bzw. Halter von in Deutschland stehenden Zuchtpartner haben sich vor der Belegung gegenseitig über das Vorhandensein der durch den DLWC geregelten Zuchtzulassung zu vergewissern (Vermerk + Stempel auf der Ahnentafel). 

5.3 Ist eine Paarung mit einem im Ausland stehenden Zuchtpartner vorgesehen, hat sich der Hundeeigentümer zu vergewissern, dass der ausländische Zuchtpartner eine vom DLWC anerkannte Ahnentafel besitzt und Mitglied in einem Zuchtverein für LHW´s ist. Sollte der Zuchtpartner aus keinem organisierten Land stammen muss er eine beim DLWC anerkannte ZZP ablegen. Belegungen mit Hunden, welche in Deutschland die ZZP nicht bestanden haben oder denen die Zuchtzulassung entzogen wurde und die jetzt im Ausland stehen, ist nicht gestattet.

5.4 Das Mindestalter für die Zuchtverwendung beträgt für Rüden nach bestandener ZZP und für Hündinnen mit 18 Monaten, sofern die ZZP bestanden wurde.

5.5 Das Höchstalter für die Zuchtverwendung beträgt für Rüden keine Beschränkung für Hündinnen das vollendete 8. Lebensjahr. Hündinnen dürfen maximal 4 Würfe haben.
Der Vorstand des DLWC kann Sonderbewilligungen erteilen. In allen Fällen ist das Deckdatum maßgebend.

5.6  Jede Belegung muss auf der Deckbescheinigung wahrheits- und datumsgetreu angegeben und von den Haltern der jeweiligen Zuchtpartner durch Unterschrift bestätigt werden. Sollten berechtigte Zweifel an der Vaterschaft bestehen, kann auf Kosten des Züchters ein DNA-Test verlangt werden, bevor die Ahnentafeln ausgestellt werden.
Auf Antrag des Züchters, für eine Doppelbelegung seiner Hündin, kann mit Zustimmung des Vorstandes und des Hauptzuchtwartes eine Ausnahmegenehmigung erfolgen. In diesem Falle ist ein Vaterschaftsnachweis des gesamten Wurfes auf Kosten des Züchters  vor Ausstellung der Ahnentafeln Pflicht.

5.7 Langhaar / Kurzhaar Verpaarungen sind grundsätzlich erlaubt, sofern sie vorab vom Zuchtwart und Vorstand beurteilt und zugelassen wurden.
Inzestzuchtverpaarungen (Verpaarungen zwischen Verwandten 1. Grades) sind nicht erwünscht und bedürfen in jedem Fall einer Genehmigung durch den Vorstand und den Zuchtwart.          

5.8 Nach erfolgter Belegung hat der Eigentümer der Hündin den Deckakt spätestens innerhalb zehn Tagen mit einer Kopie der Deckbescheinigung  dem Zuchtwart zu melden.          

5.9 Die künstliche Besamung ist gestattet.

5.10 Die Verantwortung über die Häufigkeit der Deckakte eines Zuchtrüdens in Beachtung eines zukunftsorientierten, breiten Genpool, liegt beim Züchter!

6.  Der Wurf

6.1 Bei Belegung der Hündin ist darauf zu achten, dass zwischen Wurf- und neuem Deckdatum 10 Monate liegen Als Wurf gilt eine erfolgte Geburt, ungeachtet ob die Welpen aufgezogen werden oder nicht. Dies betrifft auch Würfe aus unbeabsichtigten Paarungen.

6.2 Der Züchter hat den Wurf innerhalb 10 Tagen, von mehr als acht Welpen innerhalb 3 Tagen, dem Zuchtwart zu melden, damit dieser die obligatorische Wurf- und Zuchtstättenkontrolle durchführen kann.

6.3 Voraussetzungen für die Aufzucht von mehr als acht Welpen:
Mehr als acht Welpen dürfen aufgezogen werden, wenn der DLWC die Zuchtstätte kontrolliert und auf dem Zuchtstättenkontrollbericht bestätigt hat, dass der Züchter über die nötigen Einrichtungen, den Platz und die Zeit verfügt,um die Welpen in jedem Entwicklungsstadium fachgerecht zu betreuen
Die Aufzucht von Würfen mit mehr als acht Welpen hat deshalb durch Zufütterung geeigneter Welpennahrung oder durch den Einsatz einer Amme zu erfolgen.

6.4 Für die Aufzucht großer Würfe durch zufüttern gelten folgende Bestimmungen: Um die Mutterhündin in ihrer Milchleistung zu unterstützen, sind die Welpen ab den ersten Lebenstagen regelmäßig, nötigenfalls rund um die Uhr, mit einer tierärztlich empfohlenen Welpenmilch zuzufüttern (Flaschen-Ernährung).
Die Welpengewichte, bzw. eine gleichmäßige, der Rasse entsprechende Gewichtszunahme, sind bis zur Umstellung auf feste Nahrung durch tägliches Wiegen und schriftliche Aufzeichnung festzustellen. Die Aufzeichnungen sind dem Zuchtstättenkontrolleur vorzulegen.

6.5 Für die Aufzucht großer Würfe mit Hilfe einer Amme gelten folgende Bestimmungen:
Der Züchter hat selbst für die Beschaffung einer geeigneten Amme zu sorgen. Diese kann auch einer anderen Rasse angehören oder ein Mischling sein, muss in der Größe jedoch ungefähr einem Langhaar Whippet/Longhaired Whippet entsprechen und tiergerecht und unter einwandfreien Bedingungen gehalten werden. Der Altersunterschied zwischen den zu unterlegenden und vorhandenen eigenen Welpen sollte möglichst gering sein und darf höchstens eine Woche betragen. Die Amme darf insgesamt nicht mehr als 8 Welpen aufziehen. Sie sind gegebenenfalls zu kennzeichnen. Die Welpen dürfen erst nach der Umstellung auf feste Nahrung und nicht vor Ablauf der vierten Lebenswoche in den Wurfverband zurückgeführt werden. Es wird empfohlen, vor der Überführung der Welpen zur Amme, zwischen dem Züchter des Wurfes und dem Eigentümer der Amme, einen schriftlichen Vertrag abzuschließen, Welcher Rechte und Pflichten beider Parteien regelt, insbesondere die finanziellen Belange, sowie die Verantwortung und Haftung bei nötigen veterinärmedizinischen Behandlungen oder dem Tod von Welpen. 

6.6 Zuchtpausen:
Der Mutterhündin muss in jedem Falle nach der Aufzucht von mehr als 8 Welpe eine Zuchtpause von mindestens 12 Monaten eingeräumt werden. Maßgebend ist dabei der Zeitraum zwischen Wurfdatum und nächstem Deckdatum.

6.7 Der Mindestpreis für einen Welpen beträgt 800 Euro.

7. Wurf – und Zuchtstättenkontrollen  

7.1 Eine Zuchtstätte wird in der Regel einmal jährlich zum Zeitpunkt eines Wurfes kontrolliert, Zuchtstättenkontrollen können auch ohne Voranmeldung erfolgen. Der Züchter ist verpflichtet, dem Zuchtstättenkontrolleur zu jeder zumutbaren Zeit Zutritt zu den Zuchtanlagen und allen in der Zuchtstätte gehaltenen Hunde zu gewähren und ihn Einsicht in das Zwingerbuch nehmen zu lassen.
Großwürfe (mehr als 8 Welpen) müssen zweimal kontrolliert werden. Das erste Mal innerhalb der ersten 2 Wochen.          

7.2 Bei Neuzüchtern wird vor Erteilung der Zuchtzulassung eine angemeldete vorgängige Kontrolle im Sinne einer Beratung durch den Zuchtstättenkontrolleur vorgenommen. Bei den Kontrollen werden der Zustand und die Aufzuchtsbedingungen der Welpen sowie die Haltungs- und Pflegebedingungen aller übrigen Hunde diese Zuchtstätte begutachtet. Falls Punkt 7.3 nicht erfüllt wird, kann die Zuchtzulassung verweigert werden. Falls Haltung und Aufzucht nicht einwandfrei sind, können weitere Kontrollen vorgenommen werden. Der Vorstand kann außer dem Zuchtwart zusätzliche Wurf- und Zuchtstättenkontrolleure ernennen und für diese Aufgabe einsetzen. Anlässlich der obligatorischen Wurf- und Zuchtstättenkontrollen wird ein Kontrollbericht erstellt der vom Kontrolleur und dem Züchter zu unterzeichnen ist. Je ein Exemplar des Kontrollberichtes erhalten:

            ·         Der Züchter (Original)

            ·         der Zuchtwart/Zuchtstättenkontrolleur 

7.3 Mindestanforderung an die Zuchtstätten:
Jede Zuchtstätte muss über eine Unterkunft von mind. 12 qm im Wohnbereich und einen Auslauf im Freien verfügen. Auch der Auslauf soll sich in Sicht– und Hörweite vom Wohnbereich des Züchters befinden.
Als Unterkunft werden Wurflager, Schlafstelle und Aufenthaltsraum der Mutterhündin mit Welpen bei schlechtem Wetter bezeichnet. Das Wurflager oder eine Wurfkiste muss es der Hündin gestatten, sich darin aufrecht, frei und ungehindert zu bewegen. Sie muss darin ausgestreckt liegen können und die Welpen müssen ausreichend Liegefläche finden. Das Wurflager muss trocken, vor Zugluft geschützt und vom Boden her ausreichend isoliert sein. Die Mutterhündin muss die Möglichkeit haben, sich innerhalb der Unterkunft von den Welpen absondern zu können.
Die Unterkunft muss genügend Tageslicht erhalten. Sie muss zugänglich und leicht zu reinigen sein. Bei Bedarf muss eine Heizmöglichkeit vorhanden sein.
Als Auslauf wird ein ausreichend großes Areal im Freien bezeichnet, innerhalb  dessen sich die Welpen gefahrlos und frei bewegen können. Die Umzäunung muss stabil und verletzungssicher sein. Als Richtwert für einen Wurf gilt ein Mindestmaß von 60 qm. Der Auslauf soll zum größeren Teil aus natürlichem Untergrund  bestehen (Kies, Sand, Gras, etc.) Er muss entweder einen direkten Zugang zur Unterkunft haben oder einen windgeschützten, überdachten Liegeplatz aufweisen, dessen Boden gegen Nässe und Kälte isoliert ist.

7.4 Beanstandungen:
Beanstandungen hinsichtlich Haltungs-, Aufzucht- und Pflegebedingungen werden dem Züchter vom Kontrolleur sofort mündlich mitgeteilt und auf dem  Kontrollformular festgehalten. Bei Mängeln, die nicht sofort behoben werden können, wird eine Frist zu deren Verbesserung und eine Nachkontrolle angesetzt. Falls die Anweisungen des Kontrolleurs nicht befolgt werden, oder wenn Hundehaltung und Aufzucht wiederholt beanstandet werden müssen, wird dem Vorstand des DLWC Meldung erstattet. Dieser leitet gegebenenfalls Sanktionen ein.       .

8. Kennzeichnung

Die Kennzeichnung der Welpen ist obligatorisch. Der Züchter ist verpflichtet, die Welpen vor Abgabe mittels Mikrochip durch einen Tierarzt kennzeichnen zu lassen.
Die Welpen dürfen frühestens nach Vollendung der 9. Lebenswoche mehrmals entwurmt und spätestens eine Woche vor dem Abgabetermin schutzgeimpft und mit dem Mikrochip versehen, an die neuen Eigentümer abgegeben werden.
Der EU-Heimtierpass sowie die zum Welpen gehörenden Ahnentafel und der
Kaufvertrag sind dem neuen Besitzer ohne zusätzliche Entschädigung auszuhändigen.

9. Administrative Verpflichtungen

9.1 des Züchters:
Der Züchter hat dem Zuchtwart innerhalb 10 Tagen nach der Belegung eine Kopie
der Deckbescheinigung zukommen zu lassen, sowie innerhalb von 10 Tagen nach dem Wurf, den Wurf per E-Mail, Fax oder Post (bei Würfen von mehr als 8 Welpen innerhalb 3 Tagen), dem Zuchtwart zu melden. Das vollständig ausgefüllte Wurfmeldeformular muss spätestens bis Ende der neunten Woche mit den folgenden Unterlagen dem Zuchtwart eingesandt werden:

             ·         Deckbescheinigung (Original)

             ·         Originalabstammungsurkunde der Mutterhündin

             ·         Bei ausländischen Vaterrüden: Kopie der Abstammungsurkunde
                       (gegebenenfalls Bescheinigung der Zuchtzulassung)

             ·         Nachweis der Impfung und Chip-Kennzeichnung in Form einer
                       Kopie des Impfausweises

             .         Nachweis des MDR1 und CEA Gentestes in Form einer Kopie

             ·         Eventuell weitere Unterlagen (z.B. Liste der neuen Eigentümer,
                       Titel-Urkunden)

             ·         DNA-Fingerprint beider Elterntiere


Fehlen Unterlagen oder ist das Wurfmeldeformular unvollständig oder nicht eindeutig
lesbar ausgefüllt, wird das Wurfmeldeformular an den Züchter zurückgeschickt und erst nach Berichtigung bearbeitet. Der Züchter ist verpflichtet, ein Zwingerbuch zu führen. Ebenso sind die Eigentümer/Halter von Deckrüden verpflichtet, über die Deckakte Buch zu führen. Die Aufzeichnungen sind dem Zuchtverantwortlichen auf Verlangen vorzuweisen. Der Züchter ist verpflichtet, Welpen/Hunde mit schriftlichem Kaufvertrag abzugeben. Sie haben den Käufer auch nach Abgabe der Welpen/Hunde beratend zur Seite zu stehen. Im Falle berechtigter Gewährleistungsansprüche sind sie gehalten, eine einvernehmliche Lösung mit dem Käufer anzustreben.
Jeder Besitz- und Eigentumswechsel muss dem Zuchtbuchamt gemeldet werden und
wird vom Diesem auf der Originalahnentafel eingetragen und abgestempelt.
Eine Veräußerung oder Abgabe zur Kaufvermittlung an Zoogeschäfte oder gewerblichem Hundehandel ist untersagt und wird mit Ausschluss aus dem DLWC und lebenslanger Zuchtbuchsperre geahndet.

9.2 des Zuchtwartes, bzw. Stellvertreters:
Der Zuchtwart, bzw. dessen Stellvertreter ist verpflichtet, folgende Aufgaben wahrzunehmen:

             ·         Mitorganisation der ZZP

             ·         Bestätigung der Zuchtzulassung auf der Ahnentafel

             ·         Weiterleitung der Ergebnisse der ZZP an das Zuchtbuchamt

             ·         Bericht über die Vorkontrolle bei Neuzüchtern.

             ·         Prüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit des eingehenden
                       Wurfmeldeformulars und der dazugehörigen Unterlagen

              ·        Prüfung ob die vorgeschriebene Wurf- und Zuchtstättenkontrollen
                       vorgenommen wurden und zufriedenstellend ausgefallen sind.

              ·        Bestätigung der Beiden vorher erwähnten Punkte mit Stempel und
                       Unterschrift auf dem Wurfmeldeformular.

              ·        Weiterleitung des Wurfmeldeformulars samt der geforderten
                       Unterlagen an das Zuchtbuchamt, spätestens innerhalb 6 Wochen,
                       mit dem dazugehörigen Wurf- und Zuchtstättenkontrollbericht.

9.3 Zusatzangaben in Abstammungsurkunden:
Alleine das Zuchtbuchamt oder der Zuchtwart bzw. sein Stellvertreter ist
berechtigt, Zusatzangaben auf den Ahnentafeln einzutragen.

9.4 Zuchtbuchamt
Die Führung des Zuchtbuches obliegt dem Zuchtbuchamt des DLWC. Ahnentafeln werden nur vom Zuchtbuchamt ausgestellt und sind nur mit Stempel und Unterschrift des Zuchtbuchführers gültig! Das Zuchtbuchamt kann die Vorlage der Ahnentafel jederzeit verlangen, um Eintragungen zu überprüfen, zu berichtigen oder zu ergänzen. Ahnentafeln sind Urkunden im rechtlichen Sinn. Die Ahnentafel bleibt Eigentum des DLWC.
Im Zuchtbuch werden Hunde eingetragen, deren Abstammung über drei Ahnen- generationen nachgewiesen werden kann.
Im Register werden Hunde eingetragen, bei denen nicht alle Vorfahren nachgewiesen werden können, die aber offensichtlich rein gezüchtet sind und in jeder Hinsicht dem Standard des Langhaar Whippet/Longhaired Whippet entsprechen.
Das Zuchtbuch ist deutlich vom Register getrennt, beide haben eigene Nummernfolgen. Anhand der erteilten Ahnentafelnummern ist deutlich erkenntlich, ob es sich um eine Eintragung ins Zuchtbuch oder ins Register (Reg. + Nr.) handelt.
Mit Registerhunden darf gezüchtet werden, sofern die ZZP erfolgreich absolviert
wurde. Nachkommen von Registerhunden werden normal ins Zuchtbuch eingetragen, sobald in der Ahnentafel drei vollständige Generationen verzeichnet sind.
Eingetragen werden alle nach den Bestimmungen dieser Zuchtordnung gezüchteten Welpen mit Ruf- und Zwingernamen, Wurftag, Geschlecht, MDR1, CEA, Mikrochip- und Zuchtbuchnummern. Zwingernamen und Rufnamen der Elterntiere, Fellfarben und Abzeichen sowie Name und Anschrift des Züchters und evtl. Siegertitel der Vorfahren. Aufgezeichnet werden dazu weitere, anlässlich der Wurfkontrollen beziehungsweise Wurfabnahmen festgestellten Besonderheiten:
Nabelbrüche, Missbildungen, Entwicklungsstörungen, ausgeprägte Rückbisse u.ä. Die Eintragung von Nachkommen aus Hunden, die zur Zucht nicht zugelassen sind,
kann abgelehnt werden. Auf den Ahnentafeln der Hündinnen werden Wurftag und Wurfstärke (gegebenenfalls Zuchtpausen) eingetragen. Alle Welpen eines Wurfes erhalten Namen, die mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen. Eingetragen werden zunächst die Rüden, dann die Hündinnen. Die Anfangsbuchstaben für die Hunde der verschiedenen Würfe folgen alphabetisch aufeinander.
Der DLWC führt einen Anhang zum Zuchtbuch, in dem alle nicht zur Zucht zugelassenen Hunde mit Angabe des Grundes für die Zuchtsperre eingetragen sind. Jeder Eigentumswechsel eines Hundes muss vom Zuchtbuchamt auf der Ahnentafel
mit Ort und Datum des Übergangs eingetragen werden. Beim Verkauf eines Hundes ist die Ahnentafel dem neuen Eigentümer ohne jede Nachzahlung auszuhändigen.

10. Organisation  
Der Zuchtwart wird vom Vorstand des DLWC ernannt.
Der Vorstand des DLWC ernennt auch einen Stellvertreter, der den Zuchtwart bei der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützt und im Verhinderungsfalle ebenfalls zeichnungsberechtigt ist.
Der Vorstand des DLWC kann nötigenfalls weitere geeignete und fachlich ausgewiesene Personen zu Zuchtstättenkontrolleuren ausbilden und einsetzen. Diese sind dem Zuchtwart unterstellt.

11. Sanktionen
Verstöße gegen diese Ordnung haben Sanktionen zur Folge. Diese werden durch das Zuchtbuchamt, in Einbeziehung des Zuchtwartes und des Vorstandes des DLWC
verhängt.
Die Überwachung der Einhaltung dieser Zuchtordnung obliegt dem Zuchtbuchführer des DLWC, der Verstöße gegen Dieselbe dem Vorstand umgehend weiterleitet.
Jedes Mitglied muss dem DLWC umgehend von Verstößen gegen das Zuchtreglement Kenntnis geben. Bei Verstößen gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen, Zuchtbestimmungen, Anordnungen und Entscheide des Vorstands, des Zuchtwartes und des Zuchtbuchamtes des DLWC kann je nach Schwere des Verstoßes einen Verweis, eine befristete oder ständige Zuchtsperre und/oder Zuchtbuchsperre verhängt werden, wobei eine ständige Zuchtbuchsperre gleichzeitig den Ausschluss aus dem Verein beinhaltet. In Wiederholungsfällen wird die Strafe entsprechend verschärft

12. Einsprüche
Gegen Entscheide des Zuchtbuchamtes, des Zuchtwartes und des Vorstandes kann der betroffene Besitzer des Hundes innerhalb 30 Tagen seit Erhalt beim 1. Vorsitzenden des DLWC Einspruch erheben. Der Einspruch ist eingeschrieben an den
1. Vorsitzenden des DLWC zu richten. Gleichzeitig ist eine Einspruchgebühr (Gebührenordnung) beim Kassierer des DLWC zu hinterlegen, welche bei gutheißen des Einspruches zurückerstattet wird
Der Vorstand entscheidet nach Anhörung beider Parteien entweder aufgrund des ZZP-Berichtes und der Aussage der Parteien oder verlangt eine Neubeurteilung des Falles durch geeignete Personen.
Am angefochtenen Entscheid beteiligte Personen, haben bei der Beschlussfassung über Einsprüche in den Ausstand zu treten.
Der Vorstandsentscheid ist endgültig.
Dem Einsprecher ist der Vorstandsentscheid begründet mittels eingeschriebenen Briefes mitzuteilen.

13. Gebühren
Der DLWC erhebt Gebühren für die nachstehend aufgeführten Dienstleistungen, gemäß separater Gebührenordnung:

·         Obligatorische Wurf- und Zuchtstättenkontrollen

·         Zusätzliche Kontrollen bei Würfen von mehr als 8 Welpen

·         Nachkontrollen bei Beanstandungen

·         Zuchtzulassungsprüfung für jeden vorgeführten Hund (unabhängig vom
          Resultat)

·         Einzel-ZZP auf Gesuch eines Hundehalters

·         Ausstellen der Ahnentafeln für Welpen und evtl. Registerhunde

·         Eintragung von importierten Hunden

·         Adress- und Eigentumswechsel

·         Schutz neuer Zwingernamen

·         Einsprüche

Die Höhe dieser Gebühren wird auf Antrag des Vorstandes von der Mitglieder-versammlung festgelegt. Die Beratungskontrolle bei Neuzüchtern ist gebührenfrei.

14. Änderungen der Zuchtordnung
Änderungen bzw. Ergänzungen dieser Ordnung müssen der Mitgliederversammlung vorgelegt und von Dieser bestätigt werden. Sie treten frühestens 20 Tage nach deren Ankündigung (per Post und Webseite) in Kraft.

15. Übergangsbestimmungen
Die vorliegende Zuchtordnung ist für alle Langhaar Whippets/Longhaired Whippets und Whippets mit Langhaarvererbung, die zur Zucht verwendet werden sollen, verbindlich.

16. Ausnahmen
Der Vorstand des DLWC kann in begründeten Einzelfällen Ausnahmen von dieser Ordnung bewilligen, die jedoch nicht im Widerspruch mit Tierschutzbestimmungen sein dürfen.

17. Schlussbestimmungen
Diese Zuchtordnung wurde durch die MV im Januar 2016 genehmigt.          

 

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